Das Original seit 1953

Hofgeschichte

Der Prange-Hof kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Der ursprüngliche Hof mit dem Alten Bauernhaus und der Backsteinscheune wurde Mitte des 19. Jahrhunderts durch den Zukauf des Nachbarhofes erweitert.

Presen war lange ein reines Bauerndorf, welches aus Höfen und kleinen Melkerhäuschen bestand. Die Höfe lebten alle von der Landwirtschaft, wie auch der Prange-Hof. In der 1892 erbauten Backsteinscheune lagerte früher das Korn, welches im Winter gedroschen wurde. Das verarbeitete Futterkorn wurde auf dem Speicher gelagert, wo heut noch die alte Schrotmühle zu finden ist. Traktoren und Maschinen wurden auf der Scheunendiele abgestellt.

In der einst reetgedeckten Fachwerkscheune aus dem Jahr 1845 hatte das Vieh seinen Platz. Schweine, Hühner, Gänse, Enten und Puten wurden als Nutzvieh gehalten. Milchkühe, Zuchtbullen und Kälber waren in verschiedenen Ställen untergebracht. Heinz Prange führte die Zuchtbullen und die Hochleistungsmilchkühe, wie auch schon sein Vater Heinrich, erfolgreich auf Zuchtschauen vor.

1982 musste Heinz Prange seine Milchwirtschaft aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Die Melkplätze mit Futterraufe und Eisenketten sind im heutigen Fahrradschuppen noch ursprünglich erhalten.

„Ach, dürfen wir uns hier mal auf die Bank setzen? Unser Gasthof ist zu weit entfernt, um zum Mittagessen kurz nach Hause zu laufen. Warum vermieten Sie hier nicht, so dicht am Meer? Wir lieben die Natur der Insel und bleiben als Lehrer sechs Wochen in den Sommerferien.“

Mit diesen Worten überzeugten Hamburger Gäste Karen Prange, ihr bäuerliches Leben um ein paar Gästezimmer zu erweitern. Und so begann die erste Gästesaison auf dem Prange-Hof 1953. Vollpension für 6 Mark und 50 Pfennige, natürlich mit Plumsklo in der Scheune, im Zimmer eine Waschschüssel mit einem Krug voll Regenwasser, dazu der „Goldeimer“, der morgens auf den Misthaufen gekippt wurde.

Drei Jahre später, nachdem sich die Gästezahl schon stetig erhöht hatte, unterstützten zwei Hauswirtschaftslehrlinge Küche und Außenarbeit.

1963 – endlich fließend Wasser. Mit dem Bau der Fehmarnsundbrücke, die das deutsche Festland mit der Insel verbindet, wurde das Wassersystem auf Vordermann gebracht.

Bis 1974 wurde nur das Pensionshaus vermietet. Nach dem Auszug der Großeltern Prange ins Altenteil nach Burg wurde das Alte Bauernhaus zum Ferienhaus umgebaut. Schon immer war auf dem Prange-Hof die besondere familiäre Hofatmosphäre zu spüren. Grillabende, Sonntagskuchen und Kinderfeste, verbunden mit einem kurzen Schnack, standen seit eh und je auf der Tagesordnung.

1985 erweiterte Sohn Bernd den Althof mit dem Bau des ersten Fachwerkhauses, 1989 folgte das zweite.

Mit dem Gewinn des bundesweiten Wettbewerbes für Familienferien 1986 spezialisierten sich die Pranges immer weiter auf Familienferien. In den 90er Jahren wurde die Fachwerkscheune zur Spielescheune. Ein beheizbarer Aufenthaltsraum, ein Strohspielplatz und eine große Diele für Tretfahrzeuge ergänzen seither das Angebot. Kinderspielplätze, Fuß- und Volleyballplätze sind für den Aktivurlaub vorbereitet. Nachdem die Landwirtschaftsgeräte aus der Hofscheune ausgezogen sind, verwandelte sich die Gerätescheune in die Jugendscheune, wo Tischtennis, Billard und Kickerspiele Lächeln in die Kinderaugen bringen. In den letzten Jahren wurde der Hof um einen neuen Reitplatz erweitert.

Eine Bilderreise durch die Hofgeschichte der Presener Deichkrone: